Photovoltaik auf denkmalgeschützten Dächern und Fassaden

So wird Ihre Solaranlage auf historischen Gebäuden zum Erfolg

  • Rechtslage

    Im EEG wird seit 2023 dem Ausbau Erneuerbaren Energien ein "überragendes öffentliches Interesse" unterstellt. Denkmalrechtliche Bedenken rücken daher in den Hintergrund, grundsätzlich sind Solaranlagen auch auf denkmalgeschützten Objekten zu genehmigen. Vermehrt bestätigen Gerichtsurteile hier die Rechtslage auch in der Praxis.

  • Technik

    Technisch unterscheiden sich Photovoltaikanlagen im denkmalgeschützten Gebäude nicht von anderen. Die Wechselrichter und Module funktionieren genauso wie bei ganz normalen Projekten und auch Batteriespeicherlösungen oder Ladeinfrastruktur sind realisierbar. Es kann aber Vorgaben zur Optik der Anlage geben, dazu mehr unter BIPV.

  • BIPV

    Unter BIPV versteht man “Building-integrated photovoltaics” - also in das Gebäude integrierte Photovoltaik. Vereinfacht gesagt werden Photovoltaikmodule dabei optisch mit dem Gebäude verschmolzen. Das kann durch eine Unterkonstruktion aber auch durch das Modul selbst geschehen. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit Dachziegel und PV-Module farblich abzustimmen

  • Statik

    Denkmalschutz geht mit einem gewissen Alter der Immobilie einher. Daher ist insbesondere die Statik der Dächer zu genau und idealerweise frühzeitig zu prüfen. Heutige Wind- und Schneelastberechnungen sind in der Regel deutlich restriktiver als früher. Die hinzukommenden Lasten von der PV-Anlage können daher eine Herausforderung für das Dach von denkmalgeschützten Gebäuden werden.

  • Genehmigungen

    Da jede bauliche Maßnahme eine denkmalschutzrechtlichen Genehmigung benötigt, empfehlen wir die Genehmigungsvorgänge direkt frühzeitig zu beantragen. Die Bearbeitungsdauern können je nach Objekt und Bundesland zwischen 4 und 16 Wochen betragen. Häufig lohnt es sich eine erste nicht-bindende Visualisierung für die Behörden zu erstellen.

  • Ablauf

    Nach der erteilten Genehmigung empfehlen wir eine detaillierte Dokumentation der Gegebenheiten vor Ort. Auf Basis der Dachkonstruktion und Eindeckung sowie dem Aufbau der Fassaden und der aktuellen NSHV und MSHV wird eine Feinplanung vorgenommen. Die Beschaffung von Spezialkomponenten kann Zeit in Anspruch nehmen. Bei der Umsetzung der Anlage empfiehlt sich eine enge Abstimmung, damit alle Vorgaben eingehalten werden.

Farbige Module auf den Dächern des Bundesministeriums der Verteidigung
PV Anlage auf dem Dach des Bundesministerium der Verteidigung
PV Anlage auf einer Kirche in Tübingen

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